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    Ein Stadtteil als Sündenbock

    Gepostet von fauma4 am 15. Oktober 2015

    In dNeckarstadtWesten vergangenen Wochen hat man viel darüber reden gehört, dass die Kriminalität in der Neckarstadt-West eskalieren würde. Die Menschen würden sich nicht mehr auf die Straße trauen, gar von einem „rechtsfreien Raum“ ist die Rede. Seit einigen Tagen finden sich in Geschäftslokalen Unterschriftenlisten für eine höhere Polizeipräsenz in der Neckarstadt. CDU-Stadtrat Steffen Ratzel ist gar der Meinung, wer immer es sich leisten könne, sollte schleunigst hier wegziehen.

    Mit diesen Mythen macht nun ausgerechnet Polizeipräsident Thomas Köber Schluss: Zwar sei die Kriminalität in Mannheim insgesamt angestiegen, in der Neckarstadt West aber sogar gesunken! Insgesamt sind in Mannheim Gewaltdelikte rückläufig.

    Und mit noch einem Vorurteil räumt Köber auf: Der Anteil von Straftaten von Flüchtlingen liegt mit vier Prozent im Durchschnitt.

    Die zahlreichen, nun plötzlich auftretenden Sorgen um die Neckarstadt west entlarven sich als unbewusster Rassismus: Fünf Jahre hat es etwa gedauert, bis ca. 10.000 osteuropäische Kolleg*innen in Mannheim gewohnt haben. Eine gleiche Anzahl Flüchtlinge ist in nur wenigen Monaten dazugekommen. Sehen wir von offensiv rechtsextremen Organisationen ab, hat es nur wenig Panikmache gegeben. Nun aber, wo diese Zahlen explodieren, ist plötzlich die Paranoia der extremen Mitte gefragt.

    Aber: Wir lassen uns nicht spalten. Die Neckarstadt bleibt international & proletarisch!

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    Eine Volksgruppe als „Kulturschock“ – Zur Situation der südosteuropäischen ArbeiterInnen in den Mannheimer Stadtteilen Jungbusch und Neckarstadt

    Gepostet von Administrator am 18. Februar 2014

    Wir dokumentieren einen Artikel aus der aktuellen Ausgabe der Direkten Aktion, der die Situation von Migrantinnen und Migranten in Mannheim grob umreißt:

    Jungbusch und Neckarstadt-West sind die beiden Mannheimer Stadtteile, die früher Mal als proletarisch galten, heute als „asozial“. Dabei wandelt der Jungbusch sein Gesicht gerade unter dem berüchtigten Aspekt der Gentrifizierung: Nachdem Xavier Naidoo 2003 hier seine Popakademie gebaut hat und nebenan ein modernes Studierendenwohnheim aufgezogen wurde, ersetzten hippe Bars das Rotlichtmilieu, und beim jährlichen „Nachtwandel“ fallen bis zu 20.000 BesucherInnen in das ehemalige Hafenviertel ein. Trotzdem ist der Jungbusch noch einer der Stadtteile, die deutlich migrantisch geprägt sind. Weiterlesen

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