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    Hartz IV bekämpfen! Immer noch!

    Gepostet von Administrator am 25. November 2013

    Marcel Kallwass hat ein Problem mit der Agentur für Arbeit. Das wäre nun nicht weiter ungewöhnlich, aber Marcel ist kein Erwerbsloser, er ist Student an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (BA) und damit, da es sich um ein berufsbegleitendes Studium handelt, auch Mitarbeiter der Bundesagentur.
    Gleichzeitig ist er aber auch ein kritischer Zeitgenosse und sein Blog „Kritischer Kommilitone“ eine Kritik der Praxen der BA und des Systems Hartz. Kallwass beschreibt z.B. entwürdigende Situationen auf dem Amt, gibt Tips für die Vermeidung von Sanktionen und kritisiert vor allem die Zusammenarbeit der BA mit der Bundeswehr.
    Insbesondere Letzteres scheint der BA ein Dorn im Auge zu sein. Sie fühlt sich sogar „beleidigt“ und „verunglimpft“ und mahnt Marcel Kallwass deswegen ab, die Abmahnung und die Antwort Kallwass‘ ist auf seinem Blog zu finden.
    Der „Mannheimer Morgen“ tritt nach mit einem dermaßen tendenziösen Artikel, dass die Wände wackeln (wir mögen ihn kaum verlinken): Denn letztlich ist die Argumentation des Autoren schlicht: Wer gegen Hartz IV ist, spinnt. Schließlich meint er, jemand mit dieser Einstellung hätte den psychologischen Einstellungstest der BA gar nicht bestehen dürfen.

    Wir meinen: Kritik am entwürdigenden Umgang mit Erwerbslosen ist nach wie vor nötig. Noch notwendiger ist die praktische Hilfestellung. MitarbeiterInnen der Bundesagentur stehen unter einem gewaltigen Druck, aus Kostengründen diese Hilfe zu verweigern.
    Diesem Druck können die MitarbeiterInnen der BA nur kollektiv entkommen, indem sie sich eine gewerkschaftliche Struktur aufbauen, die solidarisch mit den sogenannten „Kunden“ ist.

    Wir erklären unsere Solidarität mit Marcel Kallwass: Die Bundesagentur für Arbeit braucht nicht weniger, sondern mehr „Quertreiber“!

    Weitere Hintergrundinfos gibt es hier und hier.

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