• Nächste Termine

  • Alle Termine anzeigen

    Lese- und Organisierungstipp: Leitfaden „Solidarische Netzwerke“

    Gepostet von fauma4 am 17. Oktober 2016

    http://zweiter-mai.org/files/2016/01/leitfaden-seasol-cover-vorne-214x300.jpgDie IWW Frankfurt a.M. und die Gruppe Zweiter Mai haben gemeinsam aus dem amerikanischen Englisch den Leitfaden „Solidarische Netzwerke“ übersetzt.

    Das Netzwerk Seattle Solidarity beschreibt den Prozess des Aufbaus des Netzwerks und Methoden für einzelne konkrete Aktionen. Die Gruppe Zweiter Mai hat diese Methoden ähnlich für den Aufbau des Netzwerks „Wilhelmsburg solidarisch“ genutzt.

    Ein Beispiel, das Schule machen sollte, finden wir und empfehlen daher die Lektüre der Broschüre. Sie kann hier heruntergeladen werden.

    Kommentare: Keine
    Kategorien: , ,
    Schlagwörter: , , ,

    Mitmachen und unterschreiben: Equal Pay für LeiharbeiterInnen, diskriminierende Tarifverträge ersatzlos kündigen!

    Gepostet von fauma4 am 7. Juli 2016

    http://www.fau.org/images/leiharbeit.jpgEs ist mal wieder soweit: Die Tarifverträge in der Leiharbeit laufen aus und sollen neu verhandelt werden. Labournet hat eine Unterschriftenkampagne initiiert, die sich gegen die Neuverhandlung der Tarifverträge ausspricht. Denn der Clou ist: Nur durch Tarifverträge kann der europäische Grundsatz der Gleichbehandlung und gleichen Bezahlung für Leiharbeiter*innen umgangen werden.

    Bislang argumentierten die Gewerkschaften des DGB immer damit, dass eine gelbe Gewerkschaft (wie z.B. die ‚christlichen‘ Gewerkschaften) noch schlechtere Tarifverträge abschließen würde, wenn die DGB-Gewerkschaften nicht einspringen. Diese Gefahr ist mittlerweile äußerst gering – abgesehen davon, dass es sich um einen Mythos handelt, denn in der Tat gab es zwar die „christlichen“ Tarifabschlüsse, DGB-Gewerkschaften haben allerdings schon zuvor mit Verhandlungen begonnen.

    Die FAU Mannheim hat die Petition von labournet unterschrieben und bittet euch, das auch zu tun.

    Sunday, bloody Sunday

    Gepostet von fauma4 am 28. Mai 2016

    sonntagsarbeit

    (c) Findus

    Sonn- und Feiertags arbeiten: Das finden die meisten Callcenter-Agent*innen normal. Und oftmals sind sie sogar froh drum: Denn die Wochenend- und Feiertagszuschläge sind für das tägliche Brot fest einkalkuliert.

    Sonn- und Feiertagsarbeit ist aber eigentlich nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt: Wenn sie notwendig ist (z.B. in der Landwirtschaft) oder wenn sie dem Gemeinwohl nutzt (z.B. Krankenhäuser, Feuerwehr etc.). Callcenter bieten normalerweise entweder einen Kundenservice oder aber verkaufen etwas – nichts, was man nicht auch unter der Woche erledigen könnte.

    Im Herbst 2014 nun hat das Bundesverwaltungsgericht nach einer Klage von ver.di und Kirchengemeinden entschieden, dass die Sonntagsarbeit in hessischen Callcentern nicht zulässig wäre. Da ein Bundesgericht entschieden hat, muss nun auch für die anderen Bundesländer eine einheitliche Regelung her – das Bundesministerium für Arbeit und Soziales arbeitet daran und prüft momentan die Gemeinnützigkeit der Callcenter.

    Deren Dachverbände – die explizit keine Arbeitgeberverbände sein wollen, weil sie dann ja tariffähig wären – haben dafür ihre ganz eigene Begründung: Dem Gemeinwohl dienlich wäre die Schaffung von Arbeitsplätzen! (Welche Qualität diese Arbeitsplätze haben, scheint dagegen keine Rolle zu spielen…) Die Callcenter-Verbände befürchten Arbeitsplatzverlust, Abwanderung ins Ausland und natürlich auch Gewinnverlust – ein Viertel des Jahresgewinns in Callcentern würden am Wochenende gemacht.

    Da wird allerdings der Teufel an die Wand gemalt: Wären Callcenter am Sonntag nicht mehr erreichbar, würden die Kund*innen eben zu einem anderen Zeitpunkt anrufen, es entstände absehbar derselbe Gewinn zu anderen Zeiten. Die Auslandsabwanderung ist auch eine leere Drohung: Abgesehen von einigen deutschsprachigen Enklaven wie auf Mallorca oder in Istanbul wandern Callcenter schon aus sprachlichen Gründen nicht aus Deutschland weg. Die Arbeitsplätze sind nicht gefährdet.

    Und der höhere Lohn? Nun, das ist doch ganz einfach: Statt mit Sonn- und Feiertagszuschlägen rumkrebsen zu müssen, wäre es vernünftig, endlich gemeinsam höhere Löhne für den Alltag zu fordern. Also: Arbeitszeiten runter, Löhne rauf!

    Kommentare: Keine
    Kategorien:
    Schlagwörter: , , ,

    „Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht.“ – Interview mit Peter Novak

    Gepostet von fauma1 am 14. Juli 2015

    Für die kommende Ausgabe der Direkten Aktion interviewten wie Peter Nowak, den Herausgeber des Buches Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht. Arbeitskämpfe nach dem Ende der großen Fabriken. Leider kann dieses Interview dort nur in gekürzter Form erscheinen. Wir möchten aber die herausgestrichenen Teile nicht gerne einfach unter den Tisch fallen lassen, daher bringen wir das Interview nun an dieser Stelle in voller Länge.

    Peter ist übrigens im September auf Lesereise, und wird am 17. September auch in Mannheim Station machen um uns das genannte Buch persönlich vorzustellen!

    Demnächst erscheint das von Dir herausgegebene Buch „Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht. Arbeitskämpfe nach dem Ende der großen Fabriken.“ Darin werden Streiks außerhalb des klassischen Fabrik- und Gewerkschaftsumfelds dargestellt, vor allem in bislang als schwer organisierbar geltenden Sektoren. Siehst Du darin einen allgemeinen Trend, oder bleiben dies lobenswerte Einzelfälle?

    Peter Nowak: Oft sind diese Streiks noch Einzelfälle, aber sie deuten eine Tendenz an. Die Beschäftigten in den schwer zu organisierenden Branchen machen die Erfahrung, dass sie oft frühkapitalistischen Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind und dass all das Gerede über familiäre Arbeitsverhältnisse und flache Hierarchien diese Ausbeutungsverhältnisse nur mühsam ideologisch verschleiern. Sehr deutlich wird dass am Arbeitskampf in einem Berliner Spätkauf, den ich im Buch vorstelle. Er ging für den Beschäftigten erfolgreich aus und er erstritt sich mit Hilfe der FAU eine Lohnnachzahlung. Doch dies war nur möglich, weil der Arbeitskampf auch als politische Auseinandersetzung öffentlich geführt wurde.
    Weiterlesen