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    Union Busting bei Hama?

    Gepostet von fauma4 am 11. Mai 2018

    Solidarität mit Betriebsratsmitglied. Lohnkürzungen, Hausverbote und konstruierte Kündigung stoppen!

    Das Allgemeine Syndikat Mannheim ruft dazu auf, das Betriebsratsmitglied Markus B. beim bayrischen Zubehör-Lieferanten HAMA gegen Union Busting zu verteidigen.

    Unser Kollege Markus B., verheiratet und Vater von drei Kindern, ist seit über 10 Jahren bei der Firma Hama GmbH & Co KG beschäftigt.

    Bis zur Betriebsratswahl 2018 war Markus B. bereits seit 8 Jahren im 17-köpfigen Betriebsrat als Ersatzmitglied tätig. Nach der Betriebsratswahl 2018 hat die Liste, auf der Markus B. Listenführer war, fast 30% aller Stimmen im Betrieb erhalten.

    Seit dem 28.11.2017 wirft ihm aber die Firma vor, dass er sich eine Mail „illegal beschafft“ hätte und versucht ihn mit dieser Konstruktion außerordentlich zu kündigen. Desweiteren wurde er seit Mitte Januar 2018 freigestellt und darf die Firma nur noch zu Betriebsratssitzungen betreten.

    Der eigentliche Hintergrund dieses fadenscheinigen Manövers ist die Behinderung des Betriebsrats. Die Firma versucht mit der Kündigungs-Keule, einen unliebsamen Arbeitnehmervertreter aus dem Betrieb zu bekommen und den Rest des Gremiums einzuschüchtern.

    Markus versucht bis heute sein Bestmöglichstes, um für die Kollegen*innen Verbesserungen zu erkämpfen und sie z.B. vor finanziellen Einbußen zu schützen. Auch für eine korrekte Umsetzung der Gesetze und Tarife, setzt sich Markus B. immer wieder ein.

    HAMA zahlt den Lohn nicht mehr!

    Seit Mitte Januar überweist Hama kein Entgelt mehr – trotz eines immer noch bestehenden, gültigen Arbeitsvertrags! Dadurch gerät seine ganze Familie in eine ökonomische Zwangslage.

    Der Betriebsrat hat der Zustimmung zur Kündigung verweigert und der Arbeitgeber hat nun, wie oben bereits erwähnt, ein Zustimmungsersetzungsverfahren eingeleitet, um die Kündigung über das Arbeitsgericht zu erzwingen.

    Momentan bezieht Markus eine sogenannte Gleichwohlgewährung über die Arbeitsagentur, die dem ALG I entspricht, um die schlimmsten Folgen des Entgeltentzugs zu lindern.

    Helft Markus gegen Betriebsratsbashing! Eine Protest-Email schicken und die Petition an die Geschäftsleitung unterschreibenkönnt ihr auf der Homepage arbeitsunrecht.de.

    Solidarität auch im Gerichtssaal! Dienstag, 15. Mai 2018, 10:30 Uhr, Arbeitsgericht Donauwörth Berger Vorstadt 16 86609 Donauwörth

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    Her mit der Kohle!

    Gepostet von fauma4 am 1. Mai 2018

    Wen die Gewerkschaften, auch wir, nicht selten vergessen, das sind die Selbstständigen – oftmals klein- oder soloselbstständig und damit finanziell prekär. So wie wir von Bossen Löhne eintreiben, wird es dann und wann auch mal nötig sein, Honorare von Auftraggebern einzutreiben.

    Als Info und Handreichung dazu haben wir nun gemeinsam mit dem Kultursyndikat der FAU Berlin die Broschüre „Ich will mein Geld!“herausgegeben. Beschrieben wird das gerichtliche Mahnverfahren ebenso wie die Möglichkeiten, die wir als Gewerkschaft haben.

    Die Broschüre ist kostenfrei bei unseren Treffen und Veranstaltungen erhältlich, ebenso bei anderen Syndikaten der FAU. Außerdem könnt ihr sie hier herunterladen.

    Kommt ihr mit uns in den Alltag?

    Gepostet von fauma4 am 18. April 2018

    Organisieren – streiken – kämpfen: Das ist keine Parole, die man einmal im Jahr am 1. Mai ausgeben und dann wieder vergessen kann, das ist ein Aufgabe, die sich einer klassenorientierten Linken 365 Tage im Jahr stellt.

    Seit 2015 organisieren sich die Essenslieferant*innen von Foodora, Deliveroo, UberEats, Lieferando u.v.a. unter dem Schlagwort DeliverUnion. Immer wieder streiken sie grenzüberschreitend – zuerst in Italien, dann in England und Frankreich, seit 2016 zunehmend auch in Deutschland, den Niederlanden und Belgien. Sie kämpfen für mehr Lohn, Zuschläge für Fahrradreparaturen und Smartphone-Abnutzung und das Recht, sich in Gewerkschaften und als Betriebsräte zu organisieren.

    In Mannheim organisieren, streiken und kämpfen sie noch nicht. Das wollen wir ändern. Wir können auf den wertvollen Vorarbeiten der Berliner DeliverUnion aufbauen Ihr seid herzlich dazu eingeladen, mit uns einen entsprechenden Organisierungsversuch anzustoßen:

    11. Mai um 19.30 Uhr
    wildwest, Alphornstr. 38,
    68169 Mannheim

    Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr euch auch gerne unter fauma@fau.org oder unter 0170-8493178 (bitte ggf. auf die Mailbox sprechen) melden.

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    Kurzdossier: Die „Neue Rechte“ ( und Rechtsextreme!) im Betrieb

    Gepostet von fauma4 am 7. März 2018

    2018 ist betrieblich gesehen Superwahljahr – in zahlreichen Betrieben werden neue Betriebsräte gewählt. Die Zeitschrift „Compact“ des ehemaligen Anti- und jetzt Ultradeutschen Jürgen Elsässer, die den „Identitären“ nahestehende Initiative „Ein Prozent für unser Land“ und die patriotische Plattform der AfD haben gemeinsam die Kampagne „Werde Betriebsrat!“ gegründet, um die Betriebsräte von rechts zu unterwandern.

    Die ersten Betriebsratswahlen sind mittlerweile gelaufen. Die Süddeutsche Zeitung berichtet am 04. März 2018 über die neurechten Betriebsratsmitglieder bei Benz, die bereits gewählt wurden.

     Hintergründe

    Ein ausführliches und stetig aktualisiertes Dossier zu diesem Thema bietet labournet. Der DGB Rheinland-Pfalz-Saarland hat dankenswerterweise alle Gruppen aus dem Spektrum gelistet.

    In der Zeit vom 14.02.2018 findet sich zum Thema ein Interview mit Klaus Dörre.

    Infos von links unten

    Bereits im Januar 2018 titelte die Jungle World „Die blaue Garde des Proletariats“ . Auch der express widmet dem Thema in seiner aktuellen Ausgabe mehrere Artikel, die dankenswerterweise auch alle online dokumentiert sind. Der „arbeiterkampf“ (äh… „analyse und kritik“) widmet dem Thema einen ausführlichen Beitrag und die wildcat stellt (leider nicht online) die Frage nach rechten Kolleg*innen.

    Die Stuttgarter Initiative Klassenkampf hat einen Faktencheck zur der rechtsextremen Liste „Zentrum Automobil“ herausgegeben.

    Infos aus der FAU

    das Postdamer Syndikat der FAU hat sich in einem Flugblatt ausführlich mit dem „Alternativen Arbeitnehmerverband Mitteldeutschland“ beschäftigt.  In der Direkten Aktion ist bereits Anfang Januar ein ausführlicher Artikel zum Thema erschienen, der im Februar durch ein Interview mit einem Betriebsratsmitglied ergänzt wurde.

    Zwischenfazit

    Rechte Listen bei Betriebsratswahlen gab es auch zuvor schon, rechte Kolleg*innen sowieso. Gerne nehmen wir das Erscheinen vermehrter rechter BR-Listen aber zum Anlass, um auch in den Betrieben klare Kante gegen rechts zu zeigen! Unsere Belegschaften und unsere ganze Klasse sind zum Glück multikulturell zusammengesetzt und die Solidarität kennt keine Beschränkungen. Wer nicht für ein erfundenes Volk, sondern für seine Kolleginnen und Kollegen kämpfen will, kann nur für alle zusammen eintreten. Wir halten es mit Karl Marx:

    Die Arbeiter haben kein Vaterland.

    Man kann ihnen nicht nehmen, was sie nicht haben.

    Wir sind stolz und bewusst „vaterlandslose Gesellen“!

    Nein zum Krieg! Rüstungsexporte an die Türkei stoppen! Solidarität mit Afrin!

    Gepostet von fauma4 am 16. Februar 2018


    Demonstration und Kundgebung, Mannheim, Samstag, 24. 2.2018
    Auftakt: 13:00 h Schloss Mannheim/Ehrenhof – Abschlusskundgebung Alter Messplatz

    Seit dem 20. Januar greift die Türkei mit Truppen, mit Kampfjets und Panzern die kurdische Enklave Afrin im Norden Syriens an. In der Region Afrin leben etwa eine Million Menschen. Dorthin sind auch hunderttausende Flüchtlinge innerhalb Syriens geflohen. Sie werden verteidigt von den Verbänden der kurdischen YPG. Viele zivile Opfer sind bei der türkischen Invasion zu befürchten.
    Die Frauen und Männer der kurdische YPG haben mit Luftunterstützung der USA erfolgreich den IS bekämpft. Sie haben den dschihadistischen Terror in Kobanê besiegt und die syrische Stadt Raqqa vom Terror-Kalifat befreit.
    Der vom türkischen Autokrat Erdoğan lange vorbereitete Angriff zielt auf die Zerschlagung der mit allen BewohnerInnen verschiedenster Herkunft in der Region entwickelten demokratischen Selbstverwaltung und der garantierten Gleichberechtigung der Frauen sowie auf die Kontrolle der syrischen Grenzregion zur Türkei.
    Der NATO-Verbündete Türkei operiert in diesem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Afrin gemeinsam mit den islamistischen Terrormilizen in der Region. Es ist eine Schande, dass die Großmächte und die regionalen Einflussstaaten die Menschen in Afrin fallengelassen haben. Deutsche Leopard-2-Panzer kommen in Afrin zum Einsatz. Dass die deutsche Bundesregierung mit dem türkischen Gewaltherrscher paktiert und sein Krieg mit deutschen Waffenlieferungen unterstützt wird, tritt Menschenrechte mit Füssen und verstößt auch gegen deutsche Gesetze und gegen das Grundgesetz.
    Wenn Erdoğan die kurdische Enklave Afrin in Syrien zerstören sollte, dann droht ein weiterer Krieg in Syrien mit zahlreichen Menschenrechtsverbrechen.

     Wir fordern, dass die Bundesregierung diesen Krieg eindeutig verurteilt und jegliche Beihilfe auch über NATO-Strukturen einstellt.
     Wir fordern den sofortigen Rückzug der türkischen Armee und aller ihrer islamistischen Söldnermilizen.
     Wir fordern den sofortigen Stopp aller deutschen Rüstungsexporte in die Türkei.
     Wir fordern einen endgültigen Stopp aller Pläne, türkische Panzer durch den Rheinmetallkonzern zu modernisieren.
     Syrien braucht Frieden und Demokratie. Die Kurdinnen und Kurden in Syrien brauchen heute unsere Anerkennung und Solidarität.

    Die Demonstration und Kundgebung am Samstag, 24.2.2018, in Mannheim, 13:00 h Schloss/Ehrenhof, Abschlusskundgebung Alter Messplatz, wird unterstützt von:

    Friedensplenum Mannheim, attac Mannheim, Aufstehen gegen Rassismus Rhein-Neckar, DIDF-Mannheim, DIDF-Jugend Mannheim, DIE LINKE Mannheim, DIE LINKE Ludwigshafen, FAU Mannheim, Friedensplenum Mannheim, Kommunalinfo Mannheim, Kurdisches Gesellschaftszentrum Mannheim-Ludwigshafen, Linksjugend [’solid] Mannheim, SJD- Die Falken Mannheim, Offenes Antifatreffen Mannheim, AGM-Anarchistische Gruppe Mannheim, Edi Bese-Initiative, Kobane-Initiative, Ronahi und Beriwan Frauenrat, Kobane-Initiative Ludwigshafen, Dersim Gemeinde Mannheim (Düzgün), Promigra Mannheim, SDAJ Mannheim, Antifaschistische Initiative Heidelberg/Interventionistische Linke, VVN-BdA Heidelberg.