Die zweite Seite der Ausbeutung

Gepostet von fauma4 am 28. Januar 2015

Mit Einführung der „Arbeitnehmerfreizügigkeit“ für die neuen EU-Staaten, vor allem Rumänien und Bulgarien, kommen zahlreiche Wanderarbeiter*innen nach Deutschland, um meist für Sub-Sub-Unternehmen oder als Werkverträgler*innen zu schuften. Nicht selten ist der Lohn nicht nur gering, sondern wird komplett vorenthalten: Aktuelle Beispiele dafür sind die Bauarbeiter, die das Studierendenwohnheim „Campo Novo“  in Freiburg gebaut haben, die Arbeiter*innen bei Fine Food in Emsdetten, der Hungerstreik von Bauarbeitern auf einer Baustelle in Preungesheim und der bundesweit bekannt gewordene Fall der Mall of Berlin.

Die andere Seite dieser Überausbeutung ist das Geschäft mit den Wohn- bzw. Schlafgelegenheiten für die Arbeiter*innen: Frontal 21 berichtete am 27. Januar über die Situation in Wohnheimen: Für ein Bett zahlen die Arbeiter*innen 220 bis 280 Euro pro Monat für Sammelklos und „vergammelte Kochstellen“, in den Zimmern findet sich Schimmel und offenbar wurde auf Fluren wie auch (laut IG BAU) in den Zimmern eine Asbestbelastung entdeckt.

Vermieter dieser Zimmer ist die „Wohnheime für Arbeiter Frankfurt-Mannheim GmbH“, die ihren Sitz in M2, 17a in Mannheim hat.

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